Allergenprovokation

Bronchiale Allergenbelastung
Konjuktivale und nasale Allergenprovokationen sind etablierte Verfahren zur Dosis Findung bei der spezifischen Immuntherapie. Die bronchiale Allergenbelastung ist weniger gut etabliert. Die Allergenlösung wird mittels eines Medic Aid Verneblers vernebelt und mit Hilfe des Aerosol Provokationssystems APS® verabreicht (VIASYS Healthcare GmbH, Hoechberg, Germany). Die spezifische bronchiale Hyperreaktivität (BHR) wird definiert nach der kumulativen Dosis des Allergens, bei der die FEV1 im Vergleich zum Ausgangswert um 20 % abfällt (PD20FEV1). Die Provokation kann als Ein-oder Mehrstufenprovokation erfolgen (Schulze et al 2011).

Download
 

Niedrig dosierte Allergenbelastung
Diese Methode basiert auf der Inhalation einer schwachen Allergendosis, die einen Abfall des FEV1 um 5% auslöst (PD5FEV1). Die Methode eignet sich hervorragend, um durch wiederholte Allergenexposition eine Entzündungssituation zu generieren. Das niedrig dosierte Allergenprovokationsmodel ist ein perfektes Werkzeug zum Studium von anti-inflammatorischen Medikamenten und Wirkstoffen wie z.B. Funktional Food (Schubert et al).

Download
 

Hochdosis Allergenbelastung
Die Hoch-Dosis Allergenprovokation ist eine neue in Frankfurt etablierte Methode, die Probanden mehrfach mit Allergenen provoziert (4 Provokationen PD20FEV1 in einer Woche). Diese Provokation führt nicht nur zu Lungenfunktionsveränderungen (Abfall des FEV1), sondern löst asthmatische Symptome aus. Die Hochdosis Allergenbelastung kann nur unter teilstationärer Überwachung der Patienten erfolgen (Schulze et al 2012).

Download